In Deutschland hat jede 3. Frau seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche Gewalt erfahren. Jede 4. Frau hat körperliche und/oder sexuelle Gewalt in der Partnerschaft erlebt. Die eigene Wohnung war mit Abstand (70%) der häufigste Tatort bei sexueller und körperlicher Gewalt. Die Zahlen belegen: Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache, sondern ein strukturelles Problem – das heißt: es geht uns alle etwas an!
Was aber können wir tun, wenn wir wissen oder vermuten, dass eine Frau von häuslicher Gewalt betroffen ist?
In einer Infoveranstaltung vermittelt Frau Heidi Thiel vom Frauenzentrum Schleswig Kenntnisse über Ausmaß, Dynamik, Folgen und Hintergründe von Häuslicher Gewalt, um daran anschließend zu erörtern, wie Menschen aus dem sozialen Umfeld Betroffene begleiten und unterstützen können.
Die Veranstaltung - in Kooperation mit dem Frauenwerk der Kirche – wird online über Zoom durchgeführt
Shamsia Azarmehr ist afghanische Frauenrechtlerin, Referentin für interkulturelle Arbeit und Integration. Seit 2015 lebt sie in Deutschland. Sie berichtet über die derzeitige Situation von Frauen in Afghanistan, geschichtliche Hintergründe und ihre Erfahrungen als Frau in Afghanistan.
Aufgrund des Verdachts einer möglichen Corona Infektion der Autorin, fällt die Lesung „AktenEinsicht“ am 19.11.21 leider aus.
Wie gewinnt an nach einer Gewalterfahrung die Selbstachtung wieder zurück, die Selbstbestimmung über das eigene Leben? Wie geht man damit um, dass die Polizei einen angekündigten Mord nicht ernst nimmt? Dass man einem Richter gegenübersteht, der auf dem rechten Auge blind ist? Was macht es mit den Betroffenen, die Täter wiedersehen zu müssen und sich bohrenden Fragen zur Tat zu stellen.
Diesen und noch vielen weiteren Fragen geht die Fachanwältin für Strafrecht und Familienrecht in Ihrem Buch „AktenEinsicht“ auf den Grund und vermittelt Einblicke in Gerichtssäle, Tatorte, Lebensgeschichten.